Freude im Bauhandwerk: 82 Facharbeiter, Gesellen und Meister feiern erfolgreichen Abschluss der Aus- und Weiterbildung

Kaan-Marienborn. Insgesamt 71 Facharbeiter und Gesellen sowie 11 Meister feierten bei der diesjährigen Abschlussfeier des Aus- und Weiterbildungszentrums Bau (AWZ Bau, Kreuztal), die im Auftrag der Bau- und Zimmerer-Innung Westfalen-Süd sowie der Industrie- und Handelskammer Siegen organisiert wurde, in der feierlich geschmückten Weißtalhalle in Kaan-Marienborn ihre bestandenen Prüfungen.

Im Rahmen eines unterhaltsamen Programmes nahmen die jungen Männer im Beisein von Familie, Freunden und zahlreichen Ehrengästen ihre Zeugnisse und Gesellenbriefe entgegen. An diesem besonderen Tag ließ es sich Matthias Dickel, Obermeister der Zimmerer-Innung Westfalen-Süd natürlich nicht nehmen, persönlich seine Glückwünsche zu überbringen. Und das, obwohl er an diesem Tag selbst allen Grund zum Feiern hatte. So sorgte die ebenfalls angereiste „Hettwich vom Himmelsberg“ für ein kleines Geburtstagsständchen von den zahlreichen Gästen im Publikum. Außerdem hatte sie neben humorvollen Glückwünschen auch die ein oder andere kleine Überraschung für den Obermeister in petto. Mit ihrer ganz persönlichen Sicht auf die Vorteile von Handwerkern und ihren Anekdoten aus dem Leben mit „Siechfried“ sorgte sie für zahlreiche Lacher und ausgelassene Stimmung in der gut besuchten Weißtalhalle in Kaan-Marienborn.

Fotoshow und persönlicher Rückblick eines Zimmerergesellen

Den Auftakt machte eine Fotoshow, die die jungen Männer während der praktischen Abschlussprüfung zeigte. Versehen mit individuell ausgewählten Sprüchen und Zitaten war das ein gelungener Einstieg in das feierliche Rahmenprogramm und sorgte für interessierte Blicke im Publikum. Ganz persönlich blickte Zimmerergeselle und dualer Student Jan Effmert auf die vergangenen drei Jahre der Ausbildung zurück: „In der Ausbildung lernten wir nicht nur, wie man mit einem Stemmeisen ein Zapfenloch ausstemmt, wie man eine Schalung herstellt oder eine Mauer errichtet. Uns wurde auch ein verantwortungsbewusster Umgang mit fremdem Eigentum und diszipliniertes Arbeiten beigebracht. Die Ausbildung stärkte unsere soziale Kompetenz.“

Teamwork und Wertschätzung

Wie wichtig Teamwork ist, zeigten einige Auszubildende des ersten Lehrjahrs, die gemeinsam ein kleines Haus mit Dachstuhl auf der Bühne errichteten. Parallel dazu gab Christian Niedermeyer, stellvertretender Geschäftsführer des AWZ Bau, einen Überblick über die Wichtigkeit der verschiedenen Baugewerke. Ob Brücken und Straßen, Mauern eines Hauses, Fliesen im Bad oder das Dach – „Was wäre das Leben ohne die Leistungen dieser Gewerke?“ Horst Grübener, Geschäftsführer des AWZ Bau, gab passend zu der eindrucksvoll gezeigten Gemeinschaftsarbeit Impulse zum Thema „Teamwork“. Dabei machte er besonders seine Wertschätzung für die Leistung eines jeden Einzelnen deutlich. „Jedes einzelne Gewerk für sich ist genial, großartig und verdient höchste Anerkennung. Und jedes Gewerk braucht sein „Spezialtraining“. Ich ziehe den Hut vor den Talenten, die in diesen Gewerken vorkommen und die auch heute Abend unter uns sind. Richtig erfolgreich sind wir aber erst, wenn wir als Team zusammenarbeiten.“

Bauhandwerk hat Zukunft – Festrede von Reinhard Quast

Auch einige Ehrengäste hatten sich an diesem Abend in der Weißtalhalle eingefunden. Einer von ihnen war Holger Menzel, Bürgermeister der Stadt Hilchenbach. Als Bauingenieur freue er sich besonders, an diesem Abend da zu sein und ein paar Grußworte sprechen zu dürfen. Er betonte die Wichtigkeit des lebenslangen Lernens sowie der Weiterbildung und motivierte die Absolventen auch in Zukunft in die eigene Bildung zu investieren. Zudem gratulierte er den erfolgreichen jungen Männern ganz herzlich und lobte die sehr guten Leistungen, die nur durch Fleiß, Ausdauer und Ehrgeiz möglich gewesen seien. Die anschließende Festrede des Abends hielt Reinhard Quast, Präsident des Zentralverbandes des Deutschen Baugewerbes, der gleichzeitig selber ein erfolgreicher Bauunternehmer aus dem Siegerland ist und jahrelang Obermeister der Bauinnung Westfalen-Süd war. Er machte klar, welch großen Anteil das Bauhandwerk am zivilisatorischen Gemeinwohl trägt: „Was wäre das Leben ohne Bauhandwerk? Alles, was uns die Möglichkeit gegeben hat, uns zivilisatorisch zu entwickeln und in geschützten Räumen zu leben und zu arbeiten, hat das Fundament in unserer Arbeit, in der Arbeit des Bauhandwerks. Es ist ein Dienst an der ganzen Gesellschaft, die alles Weitere auf dem aufbaut, für das wir die Grundlage schaffen. Wir tun das in einer Selbstverständlichkeit und mit einem großen Know-how – so selbstverständlich, dass viele Menschen, die unsere Handwerksleistung nutzen, sich der fundamentalen Bedeutung nicht mehr bewusst sind.“ Nach einem Einblick in die Arbeit und die aktuellen Themen des Zentralverbandes des Deutschen Baugewerbes in Berlin, machte er den frischgebackenen Absolventen Mut für die Zukunft und wies auf die gute Konjunktur hin, die sich in seinen Augen auch so schnell nicht ändern werde: „Die Bauwirtschaft in Deutschland steht auf dem Fundament vieler sachkundiger Unternehmer und bestens ausgebildeter Mitarbeiter die auch in den nächsten Jahrhunderten unseren Lebensraum gestalten und bauen werden.“

Sieben „Prüfungsbeste“ ausgezeichnet

Insgesamt feierten 71 Gesellen und Facharbeiter ihre bestandene Prüfung, darunter auch zehn Absolventen, die im Rahmen des dualen Studiengangs „Bauingenieurwesen“ ihre Gesellenbriefe erhielten. Unter großem Applaus des Publikums nahmen 12 Straßenbauer, acht Betonbauer, 13 Maurer, drei Fliesen-, Platten- und Mosaikleger und 26 Zimmerer ihre Zeugnisse und Gesellenbriefe nach drei Jahren Ausbildungszeit entgegen. Ebenso freuten sich fünf Tiefbaufacharbeiter (Fachrichtung Straßenbau), zwei Hochbaufacharbeiter (Fachrichtung Beton- und Stahlbetonbau) und zwei Ausbaufacharbeiter (Fachrichtung Zimmerer) über ihre bestandenen Prüfungen nach zwei Ausbildungsjahren. Die Freude war darüber hinaus auch den 11 Meisterschülern im Straßenbauerhandwerk ins Gesicht geschrieben. Sie konnten sich über bestandene Prüfungen freuen. Besonders erfreulich ist, dass auch in diesem Jahr insgesamt sieben Mal die Auszeichnung „Prüfungsbester“ vergeben werden konnte. Diese Auszeichnung wird demjenigen erteilt, der die Note „sehr gut“ in dem einen und mindestens die Note „gut“ in dem anderen Prüfungsteil (praktisch bzw. theoretisch) erreicht hat.

 

In diesem Jahr sind „Prüfungsbeste“:

Phil-Lukas Schröder (Straßenbauer)
Ausbildungsbetrieb: Kurt Schmelzer GmbH, Attendorn

Lukas Hessmann (Beton- und Stahlbetonbauer, dualer Student)
Ausbildungsbetrieb: Hubert Mees Bauunternehmung GmbH, Lennestadt

Tom Loos (Beton- und Stahlbetonbauer, dualer Student)
Ausbildungsbetrieb: Runkel Fertigteilbau GmbH, Wilnsdorf

Julius Bulle (Maurer)
Ausbildungsbetrieb: Egon Behle GmbH & Co. KG, Kirchhundem

Florian Blechinger (Maurer, dualer Student)
Ausbildungsbetrieb: Fritz Meyer GmbH, Altenkirchen

Marwin Langer (Maurer, dualer Student)
Ausbildungsbetrieb: F.W. Meier GmbH, Plettenberg

Emanuel Obermann (Zimmerer)
Ausbildungsbetrieb: Zimmerei Markus Böhmer, Niederfischbach

 

Die sieben Gesellen erhielten für ihre hervorragende Leistung eine Medaille mit Gravur sowie ein Multitool-Werkzeug und eine Bluetooth-Musikbox.

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74 Prüflinge freuen sich über erfolgreiche Weiterbildung

Im Rahmen einer kleinen Feierstunde im Aus- und Weiterbildungszentrum Bau (AWZ Bau) in Kreuztal bekamen kürzlich 74 Fach- und Führungskräfte aus den Bereichen Hoch- und  Tiefbau sowie Betonfertigteilbau ihre Zeugnisse und Urkunden überreicht. Sie haben erfolgreich ihre Weiterbildungen zum Vorarbeiter im Hoch- oder Tiefbau, zum Werkpolier im Tiefbau oder zum Betonfertigteilexperten abgeschlossen. Erstmals wurden auch Betonfertigteilmonteure in einem neuen und bundesweit einzigartigen Lehrgang ausgebildet.  

Insgesamt 74 Männer haben im Aus- und Weiterbildungszentrum Bau noch einmal die Schulbank gedrückt, um sich beruflich und fachlich weiterzuentwickeln. Dazu haben sie an unterschiedlichen Lehrgängen teilgenommen, die zwischen 90 und 160 Unterrichtsstunden umfassen. Neben den jeweiligen fachlichen Schwerpunkten standen auch die Themen Recht, Organisation und Kommunikation auf den Stundenplänen der Fach- und Führungskräfte aus dem Hoch- und Tiefbau sowie dem Betonfertigteilbau. Zwischen 15 und 20 Dozenten aus verschiedenen Unternehmen der Baubranche stehen in jedem Lehrgang zur Verfügung. Besonders die beiden Weiterbildungsangebote zum „Betonfertigteilexperten“ und zum „Betonfertigteilmonteur“, die in dieser Form bundesweit nur im AWZ Bau in Kreuztal angeboten werden, lockten Teilnehmer aus weiten Teilen Deutschlands und sogar aus den angrenzenden Nachbarländern an. Horst Grübener, Geschäftsführer des AWZ Baus, freute sich sichtlich, dass einige Teilnehmer die bis zu 580 km weite Fahrt auf sich genommen haben, um ihr Zeugnis persönlich in Empfang zu nehmen. „Ich heiße Sie alle herzlich willkommen und freue mich, dass Sie trotz teilweise sehr weiter Anreise heute hier sind. Sie haben Ihre Weiterbildung erfolgreich absolviert und immer mit Leidenschaft Ihr Handwerk ausgeführt. Das begeistert mich“, so Horst Grübener in seiner Begrüßung. Zudem dankte er den Firmen, die mit Werks- und Baustellenbesichtigungen das Weiterbildungsangebot bereichert haben und natürlich den Betrieben der Lehrgangsteilnehmer, die durch die Unterstützung der Weiterbildung in ihre Mitarbeiter investiert haben. „Die Investition in Menschen lohnt sich immer, denn der Erfolg kommt zurück“, betonte Horst Grübener. Es sei den Betrieben hoch anzurechnen, wenn sie in Zeiten des Fachkräftemangels und des hohen Arbeitsaufkommens ihre Mitarbeiter für eine Weiterbildung freistellen.  Er gab abschließend einen kleinen Impuls zum Thema „Zeit“ und stellte sich die Frage, was eigentlich gut genutzte Zeit bedeute. Dabei stand eines für ihn fest: „Sie, liebe Lehrgangsteilnehmer, haben Ihre Zeit sinnvoll und effektiv genutzt. Sie haben Zeit angelegt, um sich neues Wissen anzueignen und in Zukunft weiterzukommen. Sie haben sich in der Zeit der Weiterbildung fachlich, aber auch menschlich weiterentwickelt. Für Ihre Zukunft wünsche ich Ihnen alles Gute, viel Erfolg und dass Sie ihre Zeit weiterhin sinnvoll gestalten.“ Zur Erinnerung an die Zeit der Weiterbildung im AWZ Bau bekamen alle Teilnehmer symbolisch eine kleine Sanduhr geschenkt.

Gelungener Auftakt für neuen und bundesweit einzigartigen Lehrgang „Betonfertigteilmonteur“

Auch Elisabeth Hierlein, Geschäftsführerin der Fachvereinigung Deutscher Betonfertigteilbau e.V., war nach Kreuztal gekommen, um zur erfolgreich absolvierten Weiterbildung zu gratulieren. Besonders freue sie sich, dass in diesem Jahr auch erstmals die Zeugnisse an 29 frischgebackene „Betonfertigteilmonteure“ überreicht werden können. Dieser neue und bundesweit einzigartige Weiterbildungslehrgang wurde gemeinsam vom AWZ Bau und der Fachvereinigung Deutscher Betonfertigteilbau e.V. entwickelt. Elisabeth Hierlein gab einen Einblick, wie ein solches neues Weiterbildungsangebot entsteht und auch wie viel organisatorisches Know-how damit verbunden ist. „Bisher hat jeder Betrieb seine Monteure selber irgendwie angelernt. Learning by doing lautete die Devise. Eine einheitliche Ausbildung gab es aber nicht. Aber auch die Theorie ist im Bereich der Betonfertigteilmontage nicht zu verachten. Immerhin geht es auch um das Thema Sicherheit. Wir haben den Bedarf an dieser Stelle erkannt und gehandelt: Der neue Lehrgang zum Betonfertigteilmonteur wurde ins Leben gerufen. Wir mussten den fachlichen Input festlegen, die Module strukturieren und die wichtigste Frage war: Wer kann hier unterrichten? Denn Praktiker sind in der Regel keine Lehrkräfte“, umschweifte Hierlein die Entstehung des Lehrgangs. Engagierte Dozenten seien gefunden und eigens für das Unterrichten geschult worden. Die Voraussetzungen für einen guten Kursauftakt seien damit in sehr guter Zusammenarbeit aller Beteiligten geschaffen worden. Diese Weiterbildung habe zum Ziel, Mitarbeiter der Branche zu schulen, aber auch Quereinsteigern die Möglichkeit zu bieten, Fuß zu fassen. Angesichts des Fachkräftemangels sei das eine tolle Chance. „Umso mehr freue ich mich heute, dass sie alle – egal an welchem Weiterbildungslehrgang – mit Erfolg teilgenommen haben und heute die Zeugnisse in Empfang nehmen können. Ich gratuliere Ihnen“, so Elisabeth Hierlein abschließend.

Bauhandwerk ist auf gut ausgebildete Mitarbeiter angewiesen – „Sie bereichern Ihre Betriebe“

Rüdiger Sabisch, stellvertretender Obermeister der Bauinnung Westfalen-Süd lobte die vielseitigen Möglichkeiten, die das AWZ Bau bietet: Neben der Ausbildung, den verschiedenen Weiterbildungslehrgängen und Tagesseminaren gibt es auch eine Meisterschule und die Möglichkeit des dualen Studiums. „Das Bauhandwerk ist auf gute Mitarbeiter angewiesen. Deshalb sind wir sehr froh und dankbar über dieses Angebot hier. Sie alle haben einen Teil Ihrer Freizeit in die Weiterbildung gesteckt und bereichern als gut ausgebildete Mitarbeiter Ihre Betriebe. Viele Menschen haben Sie auf dem bisherigen Weg und auch bei dem Baustein der Weiterbildung unterstützt: Familie, Ausbilder, Arbeitgeber und Dozenten. Vielen Dank dafür. Gott segne das ehrbare Handwerk“, sagte Rüdiger Sabisch.

Anschließend wurden die Zeugnisse überreicht. Besonders geehrt wurden die sieben Prüfungsbesten, deren Prüfungsergebnis insgesamt „sehr gut“ lautete. Sie durften sich über einen Pokal und ein leckeres Präsent freuen. Bei einem gemeinsamen Imbiss konnten sich die Teilnehmer noch in lockerer Atmosphäre austauschen.

Erfolgreich an den Weiterbildungslehrgängen teilgenommen haben:

Betonfertigteilexperte 

Björn Arhelger (Bauunternehmung Günther GmbH & Co. KG, Netphen)
Timmi Baetke (SBL Schwarzwälder Beton-Fertigteile-Werk GmbH & Co. KG, Lahr)
Baler Selvi (KETONIA GmbH Spannbeton-Fertigteilwerk, Weiden)
Matthias Bareiss (GOLDBECK Betonelemente GmbH, Hamm)
Andreas Bartsch (GOLDBECK Betonelemente GmbH, Hamm)
Michael Gödecke (GOLDBECK Betonelemente GmbH, Hamm)
Tobias Benson (Brüninghoff GmbH & Co. KG, Heiden)
Christian Birkner (Hering Bau GmbH & Co. KG, Burbach)
Dominik Seibt (Hering Bau GmbH & Co. KG, Burbach)
Patrick Böttner (FBW Fertigbau Wochner GmbH & Co. KG, Lahr)
Lars Weigand (FBW Fertigbau Wochner GmbH & Co. KG, Lahr)
Stefan Müller (BB Beton und Bauwaren GmbH, Zeulenroda-Triebes)
Robert Scholze (Betonwerk Schuster GmbH, Cunewalde)
Paul Skrbek (Hönninger Betonfertigteil GmbH, Kirchseeon)
Steven Stedele (Dobler GmbH & Co. KG, Kaufbeuren)
Tobias Stöckl (BWL Betonfertigeilewerk Linkenheim GmbH & Co. KG, Linkenheim)

Prüfungsbeste

Marvin Bode (Wiesensee GmbH & Co. KG, Wittingen-Radenbeck)
Markus Hilkenbach  (August Lücking GmbH & Co. KG, Warburg-Bonenburg)
Marcus Puchta (Max Bögl Fertigteilwerke GmbH & Co. KG, Neumarkt)

 

Vorarbeiter  Hochbau 

Sascha Andrick (Horst Andrick GmbH & Co. KG, Siegen)
Marcin Jerzy Bzdok (KAF Falkenhahn Bau AG, Kreuztal)
Felix Falz (Baukult GmbH & Co. KG, Hatzfeld)
Tim Gabriel  (STH Hüttental GmbH, Netphen)
Christian Fritz (Otto Quast Bauunternehmen GmbH & Co. KG)
Jens Kalkowski (BERGE-Bau GmbH & Co. KG, Erndtebrück)
Julian Groß (W. Hundhausen Bauunternehmung GmbH, Siegen
Eric Klein (W. Hundhausen Bauunternehmung GmbH, Siegen)
Guido Kühndahl (W. Hundhausen Bauunternehmung GmbH, Siegen)

Prüfungsbeste

Sebastian Klein (Otto Quast Bauunternehmen GmbH & Co. KG, Siegen)
Sven Sonneborn (BERGE-Bau GmbH & Co. KG, Erndtebrück)

 

Vorarbeiter Tiefbau     

Markus Allebrodt (Hubert Mees Bauunternehmung GmbH, Lennestadt)
Steffen Bloss (Kurt Schmelzer GmbH, Attendorn)
Gzim Krasniqi (Heckmann Bau GmbH & Co. KG, Brilon)
Maximilian Schade (BERGE-Bau GmbH & Co. KG, Erndtebrück)
Wladimir Schmidt (Thomas GmbH Bauunternehmen, Kreuztal)
Alexander Vetter (Technische Betriebe Offenburg, Offenburg)

 

Werkpolier Tiefbau     

Alexander Dreisbach (BERGE-Bau GmbH & Co. KG, Erndtebrück)
Christian Hellwig (Feldhaus Bauunternehmung GmbH & Co. KG, Schmallenberg)
Tobias Horter (D & Z Bauunternehmung GmbH, Neudrossenfeld)
Dirk-Arno Klein (Stadt Kreuztal)
Rafael Mazur (Heinrich Weber GmbH & Co. KG, Siegen)
Pierre Nierstenhöfer (Adolf Koch Bauunternehmung GmbH, Reichshof)
Michael Schmitt (Albert Jüngst GmbH, Bad Berleburg)

 

Prüfungsbeste

Christian Gorris (Loos Bauunternehmung GmbH & Co. KG, Freudenberg)
Benjamin Loos (Loos Bauunternehmung GmbH & Co. KG, Freudenberg)

 

Betonfertigteilmonteure

Marc Küpers (Dreßler Bau GmbH, Stockstadt)
Thomas Büttner (Dreßler Bau GmbH, Stockstadt)
Alexander Faqi (J. Lehde GmbH, Soest)
Manuel Franze (Dreßler Bau GmbH, Aschaffenburg)
Tobias Rohrbach (Dreßler Bau GmbH, Aschaffenburg)
Matthias Friesen (MB GmbH, Bad Driburg)
Miroslav Hasala (Max Bögl Wind AG, Neumarkt)
Karsten Oelsner (Max Bögl Wind AG, Neumarkt)
Adam Pokorny (Max Bögl Wind AG, Neumarkt)
Jakub Reinhart (Max Bögl Wind AG, Neumarkt)
Petr Riman (Max Bögl Wind AG, Neumarkt)
Rafal Lazaj (Goldbeck Montage GmbH, Bielefeld)
Jens Konrad (GP Papenburg GmbH, Salzgitter)
Martin Michael (Goldbeck Montage GmbH, Hirschberg)
Toni Zühlke (Goldbeck Montage GmbH, Hirschberg)
Jens Möring (Elementbau Osthesee GmbH & Co. ELO KG, Eichenzell)
Gabriel Sauer (Elementbau Osthesee GmbH & Co. ELO KG, Eichenzell)
Stefan Baier  (Elementbau Osthesee GmbH & Co. ELO KG, Eichenzell)
Adrian Metzler (Elementbau Osthesee GmbH & Co. ELO KG, Eichenzell)
Uwe Anders (Florack Bauunternehmen GmbH, Heinsberg)
Steven Nadazy (BEFER GmbH, Halberstadt)
Stefan Simeth (Karl Bachl Betonwerk, Röhrnbach)
Frank Winkler (Erich Tönnissen GmbH, Kleve)
Michal Majchrzak (Betonwerk Werste GmbH, Bad Oeynhausen)
Ronny Wellhausen (Betonwerk Werste GmbH, Bad Oeynhausen)
Christian Gebel (REKERS Betonwerk GmbH & Co. KG, Spelle)
Andreas Pilz (REKERS Betonwerk GmbH & Co. KG, Spelle)
Hans Sehnert (REKERS Betonwerk GmbH & Co. KG, Spelle)
Michael Heidemann (Brüninghoff GmbH & Co. KG, Heiden)

Text und Bilder: Rebecca Dalhoff

Ehrung der Landessieger 2018 im Bauhandwerk

 

Nicht wenige Studenten ruhen sich auf ihrem Studium aus. Hängen vielleicht noch ein Semester dran, gehen lieber feiern und stehen nicht so gerne früh auf. Die dadurch höheren Studiengebühren werden vielleicht sogar von großzügigen Eltern gesponsert. Ob das ein übliches Vorurteil ist, muss jeder Mensch für sich selbst entscheiden.

Philipp Dietrich und Stephan Georg gehören definitiv nicht zu der Sorte Studenten. Sie verfolgen große Ziele und strengen sich mächtig dafür an. Erst kürzlich gab es die entsprechende Belohnung für ihren Fleiß. Stephan Georg und Philipp Dietrich sind duale Studenten und absolvierten ihre Ausbildung zum Beton- und Stahlbetonbauer.  Bei den Kammerwettbewerben wurden sie zuvor Kammersieger.

Der 23-jährige Philipp Dietrich trat somit beim Landeswettbewerb NRW in Bielefeld am 11. Oktober an, sein ein Jahr älterer Azubikollege und Freund Stephan Georg beim Landeswettbewerb Rheinland-Pfalz in Koblenz am 13. Oktober. Beide begannen ihre Ausbildung im Juni 2015. Dietrich bei Otto Quast Bauunternehmen GmbH & Co. KG in Siegen, Georg bei Fritz Meyer GmbH Bauunternehmung in Altenkirchen.

Schon von der ersten Minute an starteten beide richtig durch. Schließlich macht ihnen ihr Beruf enorm viel Spaß. Die machen ihn aus Leidenschaft. Doch so eine Ausbildung im Dualen Studium hat es in sich. Denn im Gegensatz zur klassischen Ausbildung, wo auch der Besuch der Berufsschule Programm ist, entfällt dieser Part. Heißt im Umkehrschluss: Das theoretische Wissen müssen sich beide selbst erarbeiten. Und das neben der Arbeit in den Betrieben, bzw. während der Zeit an der Universität Siegen. „Und das war bisher alles andere als einfach. Viel Zeit nimmt es in Anspruch und vieles im Privatleben kommt zu kurz“, erklären beide fast gemeinsam. Doch nachdem sie es zum Prüfungsbesten bei den Gesellenprüfungen im Juli dieses Jahres geschafft hatten, packte sie mehr denn je der Ehrgeiz.

Zu ihren Ausbildungsberufen kamen beide auf unterschiedlichen Wegen. „Bei mir hat schon mein Opa und mein Vater auf dem Bau gearbeitet. Von daher bin ich familiär vorbelastet“, lacht Philipp Dietrich. Anders war es bei Stephan Georg. Er wurde durch eine Ausbildungsmesse in Altenkirchen auf seine jetzige Firma aufmerksam und fand Geschmack an diesem Beruf.

Durch ihren Fleiß, den guten Leistungen und den Titeln zum Prüfungsbesten kam von vielen Seiten die Empfehlung, beim Landeswettbewerb anzutreten. „Die Leidenschaft am Beruf, der Rückhalt in den Unternehmen, die Wertschätzung vom Chef und einfach das Gefühl, eine schwierige Prüfung enorm gut bestanden zu haben, das sind schon gute Gründe für die Teilnahme am Wettbewerb“, erklärten beide im Gespräch. Auch die Unterstützung im Aus- und Weiterbildungszentrum Bau (AWZ Bau) in Fellinghausen sei groß gewesen. Falko Erpel, Ausbilder in Fellinghausen, ist ebenfalls mächtig stolz auf die beiden „Die Aufgaben, die die beiden machen mussten, hatten mehr als Meisterniveau. Es ist schon beachtlich, wie gut die beiden ihre Aufgabe erfüllt haben. Es ist unfassbar, zwei Landessieger hier im Haus zu haben. Ich habe großen Respekt vor ihnen und bin mächtig stolz.“

Bauen mussten beide einen Pfeiler mit zwei Einsprüngen als Segmentbögen. Zierkreuze wurden aus Dreikantleisten gearbeitet und als Einbauteil wurde ein 100 KG-Rohr mit eingeplant. Die Aufgabe war, das Modell betonierfertig und verspannt aufzustellen. Mit einer Größe von 2,00 x 1,20 Meter und einer Höhe von 1,50 Meter keine Leichtigkeit. „Viel Hirnschmalz war schon zu Beginn beim Bögen aufreißen gefragt. Nachdem wir die Zeichnungen an dem Morgen erhalten hatten, haben wir im ersten Moment beide schwarzgesehen. Wir glaubten, die Zeit reiche nicht aus“, so Philipp Dietrich und Stephan Georg. Doch die Zeit reichte aus und nach siebeneinhalb Stunden waren die beiden Prüfungsstücke fertig. Danach folgten über WhatsApp die guten Nachrichten ihrer Firmenchefs, Familien und an Horst Grübener, dem Geschäftsführer des AWZ Bau. „Herzlichen Glückwunsch für die großartigen Leistungen. Wir als Ausbildungszentrum freuen uns riesig darüber. Es ist auch uns eine große Ehre, dass wir diese Erfolge mitbegleiten durften“, so Horst Grübener Ende Oktober im Rahmen der Landessiegerehrung in Fellinghausen.

Ihre höchste Anerkennung sprachen auch der designierte Präsident des Zentralverbandes des Deutschen Baugewerbes, Reinhard Quast, der Obermeister der Bauinnung Westfalen-Süd, Stephan Hundhausen sowie der Obermeister der Zimmerer-Innung Westfalen-Süd, Matthias Dickel aus. Doch mit der Erstplatzierung beim Landeswettbewerb geben sich Philipp Dietrich und Stephan Georg, die beide aus dem Westerwald stammen, nicht zufrieden. Am 12. November treten sie noch einmal gegen die Besten beim Bundeswettbewerb der Beton- und Stahlbetonbauer in Erfurt an. „Wir drücken ihnen ganz feste die Daumen dafür“, so Horst Grübener am Ende der Landessiegerehrung.

Neben den beiden Dualen Studenten wurden weitere Sieger geehrt. Julius Aßmann (Zimmerei Winter GmbH & Co. KG aus Lennestadt) belegte im Gewerk Zimmerer den zweiten Landessieger-Platz. Bei den Straßenbauern schaffte es Marco Will vom Betrieb Straßen und Tiefbau GmbH aus Kirchhundem auf den dritten Platz.

Text: Kai Osthoff

Ehrung der Kammersieger im AWZ-Bau in Kreuztal-Fellinghausen

Wenn erfolgreiche Sportler in Wettkämpfen zu Höchstleistungen auflaufen, haben sie dafür meist hart trainiert. Denn von nichts, kommt auch nichts. So heißt das Sprichwort. Wer seine Aufgaben zur vollsten Zufriedenheit aller ausführen und vielleicht sogar zu den Besten zählen möchte, der muss sich dafür anstrengen, lernen und trainieren. Wie auch Julius Aßmann (Zimmerei Winter GmbH, Lennestadt), der kürzlich bei der Ehrung der Kammersieger im Aus- und Weiterbildungszentrum (AWZ) Bau in Kreuztal-Fellinghausen geehrt wurde. Mit gerade einmal 19 Jahren hat sich der Geselle im Zimmererhandwerk den ersten Platz als Kammersieger geholt. Timo Hölterhoff (2. Kammersieger im Zimmererhandwerk, Häner Zimmerei + Hausbau GmbH, Wenden), Marco Will (1. Kammersieger Straßenbauhandwerk, Straßen- und Tiefbau GmbH, Kirchhundem), Stevy Zießow (2. Kammersieger im Straßenbauerhandwerk, Otto Schneider, Wilnsdorf), Phillipp Dietrich (1. Kammersieger im Beton- und Stahlbetonbauerhandwerk, Otto Quast Bauunternehmung GmbH & Co. KG, Siegen), Kim Böhl (2. Kammersieger im Maurerhandwerk, H. Saßmannshausen, Bad Berleburg-Richstein) haben bei der Handwerkskammer Südwestfalen am Wettbewerb teilgenommen und sehr gute Leistungen gezeigt. Bei der Handwerkskammer Koblenz haben Stephan Georg (1. Kammersieger im Beton- und Stahlbetonbauerhandwerk, Fa. Fritz Meyer GmbH, Altenkirchen) sowie Niklas Hilkhausen (3. Kammersieger im Zimmererhandwerk, Fingerhut-Haus GmbH, Neunkhausen) am kammerwettbeweb teilgenommen. Alle anwesenden Kammersieger erhielten einen Pokal, eine  mit ihrem Namen eingravierte Wasserwaage von Horst Grübener, Geschäftsführer des AWZ-Bau, dem Obermeister der Bauinnung Westfalen-Süd, Stephan Hundhausen und dem Obermeister der Zimmererinnung, Matthias Dickel überreicht. Sie lobten in ihren Grußworten die ausgezeichnete Arbeit der jungen Gesellen und sprachen ihnen ihre hohe Anerkennung für die handwerklichen Leistungen aus.

Was aber bringt junge Menschen dazu, sich nach ihrer Gesellenprüfung über ein gewöhnliches Maß zu engagieren und zu präsentieren? So wie es Julius Aßmann und die anderen Kammersieger gemacht haben. Zählten sie schon in ihrer Schulzeit zu den Überfliegern und brachten nur beste Noten mit nach Hause? Bei Julius Aßmann war die Leidenschaft im Fach Mathematik schon während der Hauptschule in Kirchhundem gegeben. „Früher war ich schon in Mathe der Beste in unserer Klasse“, erzählte der gerade einmal 19-Jährige. Als es „damals“ um die Berufswahl ging, war noch nicht klar, dass er in die Fußstapfen seines Vaters gehen wollte. Sein Vater Christoph ist Zimmerermeister und leitet die Zimmerei Aßmann in Kirchhundem. „Ich wurde weder von meinen Eltern gezwungen, noch gebeten, diesen Beruf zu ergreifen“, so der Kammersieger. Daher nutze er durch ein schulisches Praktikum im Christlichen Jugenddorf Olpe die Möglichkeit, die Gewerke Garten-Landschaftsbau im Metallbau und in der Tischlerei/Schreinereihandwerk genauer kennenzulernen. Der Werkstoff Holz hatte es ihm schließlich angetan. Der Geruch, das Gefühl den nachwachsenden Werkstoff mit den eigenen Händen und Werkzeugen zu verarbeiten, fesselte ihn. Dann kam die Ausbildung. In der Berufsschule sei er nicht so der Beste gewesen. Doch das räumliche Vorstellungsvermögen und die handwerkliche Arbeit lagen ihm umso mehr. „Meine Werkstücke sollten immer schöner und genauer werden. Da habe ich mich ordentlich reingehängt“, erzählt Julius Aßmann. Drei Jahre dauerte seine Ausbildung. Drei Jahre, in denen er viel gelernt hat, immer besser werden wollte. Auch Ralf Meding, Ausbilder im Zimmererhandwerk im AWZ Bau erkannte die gute Arbeit des Azubis. „Herr Meding schlug vor, sich für den Kammerwettbewerb anzumelden“, erinnert sich Julius Aßmann. Was er da noch nicht wusste: zwei seiner Azubikollegen hatten die gleiche Idee. Der Termin in Arnsberg rückte immer näher und Julius Aßmann bereitete sich bestens auf diesen Tag vor. „Als ich durch die Türe im Prüfungsgebäude bin, war die erste Hürde schon genommen. Doch ich war schon ein wenig nervös“, erinnert sich Aßmann. Als er die Wettbewerbsaufgaben erhielt und sich die technische Zeichnung angeschaut hatte, meinte er kurz nach dem Frühstück zu Ralf Meding, der zugleich auch im Prüfungsausschuss ist, er wisse nicht, ob er es schaffen würde. Doch nach der Mittagspause war dieser Ausspruch Geschichte. Alle Arbeiten liefen dem jungen Mann locker von der Hand und sein Modell, einem ungleichgeneigten Walmeck mit zwei schrägen Flugsparren und Klauenschifter, fertigte er in der vorgegeben Zeit von 8 Stunden an.

Text und Fotos: Kai Osthoff

Volles Haus im AWZ Bau – Der Fachkräftesicherung mit großen Schritten entgegen

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Mit einer Steigerung von 43 % an neuen Auszubildenden startete das erste Lehrjahr im Aus- und Weiterbildungszentrum Bau. „Die Unternehmen in unserer Region und darüber hinaus haben sich sehr intensiv um neuen Berufsnachwuchs gekümmert. Dafür gilt ihnen unser besonderer Dank, damit wir auch in Zukunft die Bauprojekte und Baustellen in unserer Region erfolgreich angehen können.“ Mit diesen Worten begrüßte Horst Grübener, Geschäftsführer des AWZ Bau, insgesamt 142 neue Auszubildende, darunter auch vier junge Frauen. Elf Beton- und Stahlbetonbauer, ein Brunnenbauer, vier Fliesen-, Platten- und Mosaikleger, zwei Feuerungs- und Schornsteinbauer, drei Gleisbauer, 24 Maurer, 42 Straßenbauer, eine Stuckateurin, 23 Zimmerer, ein Umschüler im Straßenbauerhandwerk und ein Umschüler als Ausbaufacharbeiter, Fachrichtung Fliesen-, Platten- und Mosaikleger bekamen im Rahmen der Einführungsveranstaltung mit ihren Eltern die Möglichkeit, vorab das Zentrum sowie ihre Ausbilder kennenzulernen. Mittlerweile fester Bestandteil des neuen Ausbildungsjahres sind auch wieder die Zimmerer-Auszubildenden aus dem Kreis Hagen. Bereits Anfang Juni startete eine Gruppe von 29 Auszubildenden, 20 im gewerblichen Bereich und neun Bauzeichner mit einem achtwöchigen Grundlehrgang in ihrem Dualen Studiengang Bauingenieurwesen. Obwohl die Ausbildungszahlen kräftig gestiegen sind und das Team des Aus- und Weiterbildungszentrums Bau in den vergangenen Monaten viele Interessenten bei der Suche nach einem Ausbildungsplatz unterstützen konnte, bleiben noch zahlreiche Ausbildungsstellen unbesetzt. Somit sind die Perspektiven für Interessierte, einen Weg als Fachkraft in der Bauwirtschaft einzuschlagen, weiterhin glänzend.

Zünftig, abwechslungsreich und unterhaltsam: Facharbeiter, Gesellen und Meister feierten ihre bestandene Prüfung

 

Umrahmt von einem abwechslungsreichen und unterhaltsamen Programm nahmen auf der diesjährigen Abschlussfeier des AWZ Bau im Auftrag der Bau- und Zimmerer-Innung Westfalen-Süd sowie der Industrie- und Handelskammer Siegen die 72 frisch gebackenen Gesellen und Facharbeiter, darunter auch drei junge Handwerkerinnen, in der Stadthalle Kreuztal ihre Gesellenbriefe sowie ihre Abschluss- und Prüfungszeugnisse vor einem großen Publikum entgegen.

Insgesamt konnten sich 56 aus dem Bau-Handwerk sowie 16 Gesellen der Industrie über ihren Abschluss freuen.

16 Maurer, zehn Beton- und Stahlbetonbauer/innen, 17 Zimmerer und 18 Straßenbauer sowie zwei Fliesen-, Platten- und Mosaikleger feierten nach drei Jahren Ausbildung ihre bestandene Prüfung. Hierunter sind auch zehn Absolventen, die im Rahmen des Dualen Studiengangs Bauingenieurwesen ihren Gesellenbrief erhielten.

Ebenso freuten sich drei Hochbaufacharbeiter, eine Hochbaufacharbeiterin (Fachrichtung Beton- und Stahlbetonbau), ein Hochbaufacharbeiter (Fachrichtung Maurer) sowie vier Tiefbaufacharbeiter nach zwei Ausbildungsjahren über ihren Abschluss.

Auch die 14 Straßenbauermeister konnten ihre Prüfungszeugnisse unter großem Applaus entgegennehmen.

Matthias Dickel, Obermeister der Zimmerer-Innung Westfalen-Süd, begrüßte in seiner Ansprache die Absolventen mit ihren Familien, die Vertreter der Ausbildungsbetriebe und die zahlreichen Gäste.

Eine Fotoshow von der praktischen Prüfung, versehen mit dem ein oder anderen coolen Spruch oder Zitat, stimmten auf diesen Abend ein, der ganz im Zeichen der Wertschätzung der geleisteten Abschlüsse stand. „Ich freue mich mit Ihnen heute das erfolgreiche Ende eines spannenden Lebensabschnittes und den Start in einen neuen Lebensabschnitt zu feiern.“, so Horst Grübener, Geschäftsführer des AWZ Bau. Eindrucksvoll zeigten die Azubis des ersten Ausbildungsjahr die Entstehung einer Brücke mit einfachsten Hilfsmitteln nach der Lehre von Leonardo da Vinci auf der Bühne der festlich geschmückten Stadthalle. Horst Grübener gab in einem besinnlichen Impuls viele Gedanken rund um das „Brücken bauen“ mit auf den Weg. Beim „schwebenden Dachstuhl“ bewiesen die Zimmerer-Auszubildenden besonderes Geschick und rundeten ihren Auftritt mit dem „Zimmererklatsch“ ab.

Wilnsdorfs Bürgermeisterin, Christa Schuppler, richtete in ihrem Grußwort ihre Glückwünsche an alle Absolventen der Abschluss-, Gesellen- und Meisterprüfung: „Mit Ihrer Entscheidung für das Baugewerbe haben Sie – so glaube ich – auf das richtige Pferd gesetzt. Die Branche verzeichnet seit einigen Jahren einen nachhaltigen Aufwärtstrend.“ Sie hob hervor, wie wichtig die Investition in den Erhalt und den Ausbau der Infrastruktur, in Straßen, in den Haus- und Wohnungsbau und in öffentliche Gebäude sei. Sie gab den jungen Menschen noch zum Abschluss mit auf dem Weg: „Auch die Baubranche ist  einem enormen Wandel unterlegen, insbesondere die Digitalisierung verändert viel Prozesse von Grund auf. Ihre Berufsbilder, Ihre Einsatzfelder verändern sich kontinuierlich. Deswegen müssen Sie am Ball bleiben, was Ihre Kenntnisse und Fertigkeiten anbelangt. Bleiben Sie neugierig, bleiben Sie lernbegierig und nutzen Sie Ihre Möglichkeiten.“

Die Maurergesellen Kim Böhl und Fabian Dickel gaben einen authentischen Rückblick auf die Erlebnisse und das Gelernte ihrer Ausbildungszeit. Sie betonten: „Die Anerkennung, die wir von Freunden, der Familie und völlig fremden Leuten bekommen, dass wir im Handwerk tätig sind, war für uns eine große Ermutigung und eine hohe Motivation immer weiter zu machen. Jeder, der hier heute Abend sitzt und seinen Gesellenbrief bekommt hat, kann sehr stolz auf sich sein“.

Die Festrede des Abends hielt Frank Schmidt, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Siegen, der besonders betonte, dass sich das Handwerk immer dadurch abhebe, dass man am Ende des Tages sieht, was man mit den eigenen Händen geschaffen hat. Er ermutigte die jungen Menschen: „Hauen sie auf die Trommel und erzählen Sie von den Dingen, die Sie tun und machen Sie Werbung für Ihr Handwerk!“ Er bezog sich auf den Slogan „Handwerk im Land sucht Anpacker!“ und gab einen Überblick über die aktuelle Situation des Bauhandwerks auf dem Ausbildungs- und Arbeitsmarkt. Er lobte die gute Vernetzung der Kooperationspartner in der Aus- und Weiterbildung in dieser starken Region. An die Unternehmer appellierte er: „Sie sind die Arbeitgeber der Zukunft, investieren Sie in Ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.“

Sieben Teilnehmer der Gesellenprüfung wurden als Prüfungsbeste ausgezeichnet.

Die Auszeichnung „Prüfungsbester“ wird demjenigen erteilt, der die Note „sehr gut“ in dem einen und mindestens die Note „gut“ in dem anderen Prüfungsteil (praktisch bzw. theoretisch) erreicht hat.

In diesem Jahr erhielten zwei Beton- und Stahlbetonbauer und fünf Zimmerer die Auszeichnung:

Philipp Dietrich (Beton- und Stahlbetonbauer)
Ausbildungsbetrieb: Otto Quast Bauunternehmen GmbH & Co. KG, Siegen

Dmitrij Japs (Beton- und Stahlbetonbauer)
Ausbildungsbetrieb: Ventur GmbH, Siegen

Julius Aßmann (Zimmerer)
Ausbildungsbetrieb: Zimmerei Winter GmbH & Co. KG, Lennestadt

Lukas Hohmann (Zimmerer)
Ausbildungsbetrieb: Büdenbender Hausbau GmbH, Netphen

Niklas Hilkhausen (Zimmerer)
Ausbildungsbetrieb: Fingerhut Haus GmbH & Co. KG, Neunkhausen

Timo Hölterhoff (Zimmerer)
Ausbildungsbetrieb: Häner Zimmerei + Hausbau GmbH, Wenden

Fabian Klapp (Zimmerer)
Ausbildungsbetrieb: Hausbau Langer GmbH, Wenden

Die sieben Gesellen erhielten für ihre hervorragende Leistung eine Medaille mit Gravur. Zusätzlich durften sich alle Prüfungsbesten über ein Multitool-Werkzeug und eine Bluetooth-Musikbox freuen.

Die unterhaltsame Moderation der Feierstunde übernahm Ayla Pilli (Freiberufliche Journalistin und Moderatorin).

 

Bilder: Kai Osthoff

Berufsmesse Olpe 2018

 

Auf der Berufsmesse in Olpe werden wir am 05.06. und 06.06.2018 von 13:00 – 18:00 Uhr vertreten sein. Besucht uns in der Stadthalle in Olpe an unserem Stand  Nr. 4 und informiert euch über die vielseitigen Bauberufe und freie Ausbildungsplätze.

Weitere Informationen findet ihr hier:  http://www.berufsmesse-olpe.de/berufsmesse/

Ausbildungsmesse Siegen 2018

 

Zusammen mit der Bauwirtschaft Südwestfalen werden wir am 20.06. und 21.06.2018 (jeweils von 13:00 – 18:00 Uhr) an der Ausbildungsmesse Siegen in der Siegerlandhalle teilnehmen.

Um mehr über die vielfältigen Bauberufe zu erfahren, besucht uns an unserem Stand L08-1 oder an unserem Bau Bus am Außenstand A03.

Weitere Informationen findet ihr hier: http://ausbildungsmesse-siegen.info/