Das Standardelement "Praxiskurse – Fach- und Sozialkompetenz berufsbezogen vertiefen" ist Bestandteil der so genannten "Praxisphasen" im Übergangsprozess Schule – Beruf, die verschiedene Formen praktischer Berufs- und Studienorientierungsangebote umfassen.
Was sind Praxiskurse?
Praxiskurse sind vertiefende Berufsorientierungsangebote, die in den Jahrgangsstufen 9 und 10 in den Werkstätten des AWZ Bau absolviert werden können. Sie vertiefen - aufbauend auf das Einstiegsinstrument, Berufsfelderkundung und Betriebspraktikum - die Praxiserfahrungen. Die Praxiskurse umfassen 21 Zeitstunden auf drei Tage aufgeteilt.
Inhalte
An drei aufeinander folgenden Tagen können Schüler*innen einen Handwerksberuf vertiefend kennenlernen und dabei ihre Fähigkeiten ausprobieren.
Zur Auswahl stehen folgende Bereiche
- der Holzbau für den Ausbildungsberuf Zimmer*Zimmerin, Ausbaufacharbeiter*in: Bau einer Werkzeugkiste aus Holz,
- der Straßenbau für den Ausbildungsberuf Straßenbauer*in, Tiefbaufacharbeiter*in: Pflastern eines Gehweges,
- den Mauerwerksbau für den Ausbildungsberuf Garten- und Landschaftsbauer*in: Planung einer Schulhoffläche inkl. Umsetzung mit einer Natursteinmauer und Entwässerung des Bereichs,
- die Fliesenlegerarbeiten für den Ausbildungsberufs Fliesen-, Platten- und Mosaikleger*in, Ausbaufacharbeiter*in: Herstellung eines großen Fliesenmosaiks.
Begleitet werden die Jugendlichen von unseren Ausbildern/Meistern des entsprechenden Gewerks und einer Lehrkraft der Schule.
Gerne kann im Anschluss auch ein Termin zu einem individuellen Schnupperpraktikum vereinbart werden um weitere Einblicke im gleichen oder in anderen Gewerken zu erhalten.
Ziel der Praxiskurse
Die Jugendlichen gewinnen durch die Praxiskurse einen vertiefenden Einblick in die Berufs- und Arbeitswelt des Bauhandwerks und können sich so besser auf die Berufswahl vorbereiten. Ziel ist es, durch fachpraktische Erfahrungen die erfolgreiche Aufnahme einer Berufsausbildung zu unterstützen, zu einer realistischen Anschlussperspektive zu führen und somit langfristig dazu beizutragen, Ausbildungsabbrüche zu vermeiden. Wir unterstützen gerne bei der Suche nach einem Ausbildungsplatz.
Organisation
Die Kommunale Koordinierungsstelle organisiert und koordiniert die Zusammenarbeit zwischen Schulen, Arbeitsagentur, Trägern und Unternehmen sowie kommunalen Einrichtungen, um ein abgestimmtes Angebot für Schulen sicherzustellen.
Die Schule nimmt die Anmeldung vor und entscheidet in Zusammenarbeit mit den Schüler*innen sowie deren Erziehungsberechtigten, welche*r Schüler*in an den Praxiskursen teilnimmt.
Hinweis
Es ist darauf zu achten, dass die Schüler*innen Arbeitskleidung tragen oder mitbringen (Umkleide vorhanden) und feste Schuhe, wenn vorhanden auch gerne Sicherheitsschuhe.










