Betonfertigteilexperten und -monteure 2026

  • Die Teilnehmenden am Lehrgang zum Betonfertigteilexperten in 2026 haben sich in zwei intensiven Wochen voller Fachwissen mit viel Engagement durch Regelwerke, Detailfragen und praktische Anwendungsfälle gearbeitet.

Artikel der Fachvereinigung Deutscher Betonfertigteilbau e.V. (FDB)

Mehrwert schaffen für Betonfertigteilwerke durch maßgeschneiderte Weiterbildungsmaßnahmen

Bonn, im März 2026 Umfassendes Know-how von Fachleuten aus Betonfertigteilwerken und wertvolles Fachwissen von Dozenten des Aus- und Weiterbildungszentrums Bau (AWZ Bau gGmbH) in sich aufnehmen und praxisnah lernen – dies ist möglich durch die Teilnahme an den bundesweit einzigartigen Weiterbildungsmaßnahmen zum Betonfertigteilexperten und Betonfertigteilmonteur im AWZ Bau in Kreuztal-Fellinghausen. Gemeinsam mit der Fachvereinigung Deutscher Betonfertigteilbau e.V. (FDB) wurde das Lehrgangskonzept vor vielen Jahren entwickelt und kontinuierlich an den Stand der Technik angepasst. Bis heute gestalten die beiden Organisationen auf konstant hohem Niveau und in enger Abstimmung miteinander diese beiden Lehrgänge. Und es geht weiter: Die Termine für 2027 sind bereits festgelegt.

Lehrgang Betonfertigteilexperte

Im AWZ Bau nahmen im Februar 2026 am 14-tägigen Lehrgang zum Betonfertigteilexperten 26 Mitarbeitende aus 18 Betonfertigteilwerken teil. Alle Teilnehmenden haben die Abschlussprüfung mit Erfolg bestanden. Diese maßgeschneiderte Weiterbildung befähigt sie, in ihren Unternehmen vielfältige Fach- und zum Teil auch Führungsaufgaben mit Handlungs- und Sozialkompetenz in mehreren Bereichen eines Betonfertigteilwerkes zu übernehmen.

Zwei Werksführungen rundeten den Lehrgang vom 09.02.2026 bis 20.02.2026 ab: Die FDB-Mitgliedsunternehmen Runkel Fertigteilbau GmbH und Firma Otto Quast Fertigbau Lindenberg öffneten ihre Werkstore und gewährten den Lehrgangsteilnehmenden tiefe Einblicke in ihre Betriebs- und Produktionsabläufe.

Die Dozenten konnten einer fachlich bereits starken und interessierten Gruppe in enger Zusammenarbeit Unterrichtsinhalte mit praxisnahen Themen und ausführlichen Skripten zum vielfältigen Lehrstoff präsentieren.

Wie in jedem Jahr war der Lernstoff erneut umfangreich, sodass sich die Teilnehmenden mehr Zeit für den Lehrgang gewünscht hätten. Insgesamt schätzen sie das fachspezifische Weiterbildungsangebot sehr.

Der Lehrgang zum Betonfertigteilexperten lockt Teilnehmende aus ganz Deutschland ins Siegerland. Er umfasst 90 Unterrichtsstunden und neben den jeweiligen fachlichen Schwerpunkten stehen auch die Themen Recht, Organisation und Mitarbeiterführung auf dem Stundenplan. Die rund 15 Dozenten der Baubranche geben ihr fachspezifisches Wissen an die Lehrgangsteilnehmenden ihre zukünftigen Aufgaben vor.

Lehrgang Betonfertigteilmonteur mit neuem Konzept gestartet

Ein weiterer Lehrgang des AWZ Bau in Zusammenarbeit mit der FDB qualifiziert zum „Betonfertigteilmonteur“; er wurde aufgrund einer Umfrage unter Teilnehmenden der letzten Jahre neu konzipiert. In drei Modulen à 40 Unterrichtsstunden werden in dem Lehrgang Themen wie Gefahrenanalyse, Angebotserstellung, Pläne lesen sowie Vermessung, Baustoffkunde, Verbindungstechniken als auch das Montieren in einer Praxisübung geschult.

Jedes Modul kann einzeln gebucht werden. So wurde im Februar 2026 von den drei angebotenen Modulen des Lehrgangs Betonfertigteilmonteur das Modul C von 10 Teilnehmenden vom 02.02.2026 bis 06.02.2026 besucht. Die Module A und B mussten wegen geringer Anmeldungen abgesagt werden. Im Modul C wurden unter der Überschrift „Von der Theorie zur Praxis“ Anschlagtechniken, Aufstellung von Hebezeugen, Bauteilarten und deren Montage, Vergussarten, übliche Fehler bei der Montage, Soft Skills und Teamarbeit, Montageablaufplanung, Vermessung sowie die Transportlogistik unter die Lupe genommen. Hebezeuge, spezielle Werkzeuge, Maschinen und Montagehilfsmittel wurden gezeigt und deren Funktionen erläutert. Bei der Werksbesichtigung der Bauunternehmung Günther GmbH & Co. KG wurde in der Praxiseinheit die Montage einer Musterstütze mit angeformtem Fundament durchgeführt. Die abschließende Prüfung für das Modul C wurde von allen Prüflingen bestanden, die ausdrücklich die Dozenten für ihre umfassende Beantwortung der vielen Fragen lobten.

Vielen Dank an dieser Stelle für die Unterstützung der FDB-Mitgliedsunternehmen für diese beiden wichtigen Qualifizierungslehrgänge, die der gesamten Branche zugutekommen.

Fazit der Lehrgangsteilnehmenden für die beiden Lehrgänge

Der fachliche Austausch mit Kolleginnen und Kollegen war auch dieses Jahr das Highlight für alle Lehrgangsteilnehmenden. Ein klarer Blick hinter die Abläufe macht den Unterschied zu anderen Lehrgängen.
Ausdrücklich gelobt wurden der herzliche Empfang, die allgemeinen Rahmenbedingungen und die professionelle Organisation durch das AWZ Bau.

Vielfältige Lehrgangsthemen, intensiver kollegialer Informationsaustausch und die abwechslungsreiche Wissensvermittlung durch verschiedene Dozentenpersönlichkeiten – davon leben die beiden Qualifikationsmaßnahmen von FDB und AWZ Bau, die mit Stolz auf viele Jahre der Wissensvermittlung zurückblicken.

Neue Termine in 2027

FDB und AWZ Bau wollen weiterhin Personal für die Herstellerwerke qualifiziert und zielgerichtet schulen.

Die Termine für das Jahr 2027 stehen fest – eine Anmeldung über die Homepage des AWZ Bau ist ab sofort möglich (www.awz-bau.de):

Betonfertigteilexperte: 8. Februar bis 19. Februar 2027 (14-tägiger Lehrgang, 90 Unterrichtsstunden)

Betonfertigteilmonteur: 18. Januar bis 5. Februar 2027 (drei Module, einzeln buchbar, je Modul 40 Unterrichtsstunden)
Modul A: 18.01.2027 – 22.01.2027
Modul B: 25.01.2027 – 29.01.2027
Modul C: 01.02.2027 – 05.02.2027

Das AWZ Bau (www.awz-bau.de) ist telefonisch unter 02732 27943 Ansprechpartnerin für alle Fragen rund um die Lehrgänge (Anmeldung, Organisation, Unterkünfte, Förderungsmöglichkeiten etc.).
Die Fachvereinigung Deutscher Betonfertigteilbau e. V. ist der technische Fachverband für den konstruktiven Betonfertigteilbau.
Sie besteht seit 1970 als bundesweiter Zusammenschluss von Herstellern und Verwendern von Betonfertigteilen.
Die FDB vertritt die Interessen ihrer Mitglieder national und international und leistet übergeordnete Facharbeit in allen wesentlichen Bereichen der Technik.
FDB – konstruktiv & kreativ.

Kontakt

Fachvereinigung Deutscher Betonfertigteilbau e.V. (FDB)
Mittelstraße 2-10
53175 Bonn
Tel. 0228/ 954 56 56
info@fdb-fertigteilbau.de || www.fdb-fertigteilbau.de

AWZ Bau gGmbH
Heesstr. 45- 47
57223 Kreuztal
Tel: 02732/2794-3
info@awz-bau.de / www.awz-bau.de

Text: Fachvereinigung Deutscher Betonfertigteilbau e.V. (FDB)

Bilder: AWZ Bau

Kooperation Erste Deutsche Bäckerfachschule Olpe – Akademie Deutsches Bäckerhandwerk WEST e.V. und AWZ Bau gGmbH

 

Gemeinsam lässt sich mehr erreichen!

Das haben sich auch die Erste Deutsche Bäckerfachschule Olpe und das AWZ Bau in Kreuztal-Fellinghausen gedacht, als sie sich zu einer Kooperation entschlossen haben.
Kräfte bündeln, Kompetenzen ergänzen, Qualität steigern, Innovation und Entwicklung gemeinsam leben – das waren die Gründe, warum sich die Verantwortlichen der beiden Bildungsstätten an einen Tisch gesetzt und überlegt haben, ob und wie man gegenseitig voneinander profitieren kann. Schnell wurde klar, man hat die gleichen Wertvorstellungen, Qualitätsansprüche und Denkweisen. Das man in ganz unterschiedlichen Berufsbereichen unterwegs ist, tut der Sache keinen Abbruch. Im Gegenteil, die unterschiedlichen Lehrmodelle, Unterrichtsmethoden und Rahmenbedingungen wurden als Bereicherung wahrgenommen und boten Möglichkeiten, über den berühmten Tellerrand zu schauen.
Durch die regionale Nähe der Bildungszentren konnte ein gemeinsames, praxisnahes Weiterbildungsangebot, das sich gezielt an Fach- und Führungskräfte richtet, geschaffen werden. Im Rahmen der Zusammenarbeit werden künftig die Meisterschule Teil III (Geprüfte*r Fachmann*Fachfrau für kaufmännische Betriebsführung nach HwO) sowie der Teil IV (Ausbildereignungsprüfung nach AEVO) angeboten. Mit diesem Angebot werden die betriebswirtschaftlichen und pädagogischen Kompetenzen von Handwerksbetrieben gestärkt und ein nachhaltiger Beitrag zur Fachkräftesicherung in der Region geleistet. Ab sofort sind die gemeinsamen Angebote unter www.baeckerfachschule-olpe.de und www.awz-bau.de zu finden.

Text und Bilder: AWZ Bau

Das AWZ Bau unterstützt die Bürgerstiftungen Siegen und Netphen

Eröffnung eines offenen Bücherschranks in Dreis-Tiefenbach

  • v.l.n.r.: Silvia Glomski, Heiko Schmid, Judith Hamers, Brigitte Ross-Henrich, Rolf und Heidrun Hagelauer, Christof Mielke

Siegen / Netphen / Dreis-Tiefenbach, 29. Januar 2026 – Gemeinsam setzen die Bürgerstiftung Siegen und die Bürgerstiftung Netphen ein weiteres Zeichen für bürgerschaftliches Engagement und Leseförderung: Am Donnerstag, 29. Januar 2026, wird im Netphener Ortsteil Dreis- Tiefenbach ein neuer offener Bücherschrank feierlich eingeweiht.

Der Bücherschrank ist eine ehemalige Telefonzelle der Deutschen Telekom, die eigens für dieses Projekt erworben wurde. Es handelt sich somit nicht um einen früheren Telefonzellenstandort, sondern um eine bewusst platzierte Installation.

Mit viel Engagement und handwerklichem Know-how wurde die Zelle durch das AWZ Bau im Inneren zu einer einladenden kleinen Bibliothek umgestaltet. Unterstützt wurde das Vorhaben zudem von Mielke Logistik, Lackiererei Knapp sowie Münch- Werbetechnik, die zur Umsetzung und Gestaltung beigetragen haben.

Offene Bücherschränke ermöglichen allen Bürgerinnen und Bürgern einen unkomplizierten Zu- gang zu Literatur: Bücher können kostenlos mitgenommen, getauscht oder eingestellt werden – rund um die Uhr und ohne Formalitäten. So entsteht ein Ort der Begegnung, der Bildung und des Austauschs mitten im öffentlichen Raum.

„Mit dem offenen Bücherschrank in Dreis-Tiefenbach schaffen wir eine tolle und dabei kostenlose Gelegenheit zu Kultur und Wissen und stärken zugleich das Miteinander im Stadtteil“, sagt Rolf Hagelauer, Vorstandsmitglied der Bürgerstiftung Siegen. „Besonders freut mich, dass dieses Projekt durch die enge Zusammenarbeit beider Bürgerstiftungen und die Unterstützung engagierter regionaler Partner realisiert werden konnte.“ Die Bürgerstiftungen haben den richtigen Standort gewählt! Bereits mit der Aufstellung der umgebauten Telefonzelle wurde das Angebot genutzt und der Bücherschrank ist mit tollen Büchern gefüllt.

Die beiden Bürgerstiftungen laden alle Bürgerinnen und Bürger herzlich ein, sich aktiv zu beteiligen und den Bücherschrank mit Leben zu füllen: Wer Bücher übrig hat, kann sie einstellen – wer Lesestoff sucht, darf sich gerne bedienen.

Der neue Standort in Dreis-Tiefenbach ergänzt die bereits bestehenden offenen Bücherschränke in Siegen und Geisweid und erweitert damit das wachsende Netzwerk frei zugänglicher Literatur- orte in der Region.

Text: Bürgerstiftung Siegen

Bilder: AWZ Bau und Bürgerstiftung Siegen

Ehrung Kammer- und Landessieger 2025 im AWZ Bau

  • Am Ende gab es ein gemeinsames Foto mit den Kammer- und Landessiegern:
    Lucas Harnacke, Frederik Epe, Henrik Müller, Maurice Sapp, Marius Fischer, Florian Pohl, Moritz Böhmer, Jonas Flender und Sarah Leonie Kamerka (v.l.)

 

Ehrung Kammer- und Landessieger im AWZ Bau

 

Im Rahmen einer kleinen Feierstunde wurden kürzlich neun Kammer- und vier Landessieger im Aus- und Weiterbildungszentrum Bau (AWZ Bau) in Kreuztal-Fellinghausen geehrt.
„Unabhängig, welchen Platz Ihr belegt habt, Ihr habt eine prima Leistung gezeigt“, erklärte Heiko Schmid als Technischer Geschäftsführer des Bildungszentrums.

„Ich gratuliere Ihnen sehr zu Ihren guten Prüfungsnoten, die zu Kammer- und Landessiegen führten. Besonders gratuliere ich den Teilnehmenden an den Leistungswettbewerben auf Kammer- und Landesebene, weil sie sich dort in einer Wettbewerbssituation durchgesetzt haben“, sagte Stephan Hundhausen als Obermeister der Bauinnung Westfalen-Süd. „Sie alle stehen für ein starkes Bauhandwerk und die Leistungsfähigkeit unserer Branche. Als Beiratsvorsitzender des AWZ Bau und als Obermeister der Bauinnung bin ich sehr stolz auf Ihr erfolgreiches Abschneiden. Sie haben hervorragende handwerkliche Fähigkeiten, die sie im Laufe der Ausbildung und der Wettbewerbe ausbauen konnten. Das spricht in erster Linie für Sie – aber auch für Ihre Ausbilderinnen und Ausbilder in den Betrieben, sowie im AWZ Bau“, so Hundhausen weiter.

Der Kammerwettbewerb wurde von der Straßenbauer-Innung Südwestfalen und dem AWZ Bau ausgerichtet. Seit Corona fand erstmals wieder ein Wettbewerb im Aus- und Weiterbildungszentrum Bau in Fellinghausen auf Kammerebene im Straßenbau statt.

Die Ehrungen der Kammer- und Landessieger führten Heiko Schmid, Eckhard Vetter als Obermeister der Straßenbauer-Innung Südwestfalen und Stephan Hundhausen sowie Peter Häner als Lehrlingswart der Zimmerer-Innung Westfalen-Süd durch.

 

Beim Kammerwettbewerb schaffte es bei den Beton- und Stahlbetonbauern Henrik Müller vom Ausbildungsbetrieb Egon Behle Bauunternehmung aus Kirchhundem auf den ersten Platz. Zudem sicherte er sich den 3. Platz als Landessieger.

Jonas Flender vom Ausbildungsbetrieb W. Hundhausen Bauunternehmung aus Siegen schaffte es auf den 2. Platz als Kammersieger.
Ebenfalls auf Platz 2. kam Moritz Böhmer vom Ausbildungsbetrieb Fritz Meyer aus Altenkirchen (HWK Koblenz).

Bei den Maurern erreicht Maurice Sapp (Projektbau Hanses & Schade, Lennestadt) auf Kammerebene Platz zwei. Gefolgt von Sarah Leonie Kamerka (Brederlow Bau, Neunkirchen), die es auf den 3. Platz geschafft hat.

Bei den Zimmerern ging der 2. Platz im Kammerwettbewerb an Florian Pohl, ausgebildet bei Häner Zimmerei + Hausbau in Wenden.

Frederik Epe (Gebr. Schmidt, Kirchen) sicherte sich bei den Straßenbauern (HWK Koblenz) den ersten Platz als Kammersieger und den zweiten Platz als Landessieger.

Bei den Straßenbauern Südwestfalen wurde Marius Fischer (Gustav Koch Straßen- und Tiefbau, Wenden) Erstplatzierter als Kammersieger und Drittplatzierter als Landessieger.
Auf den 2. Platz hat es im Kammerwettbewerb Lucas Harnacke (Geueke Straßen-, Tief- und Landschaftsbau, Schmallenberg) geschafft.

Landesbeste (IHK) bei den Beton- und Stahlbetonbauern wurde Lena Kringe, die ihre Ausbildung bei der Firma Otto Quast in Siegen absolviert hat.

Die Ehrungen fanden im Rahmen des 3. Ausbildertreffens statt, bei denen sich die Ausbilderinnen und Ausbilder der Betriebe und des AWZ Bau sowie die Lehrkräfte der Berufskollegs austauschten.

 

Text und Bilder: Kai Osthoff

Erster Kammerwettbewerb im Straßenbauerhandwerk – Junge Talente messen ihr Können im AWZ Bau

  • Lucas Harnacke (Geuecke Straßen-, Tief- und Landschaftsbau GmbH, Schmallenberg)

 

Kreuztal – Mit Spannung und viel Vorfreude fand kürzlich der erste Kammerwettbewerb im Straßenbauerhandwerk seit der Corona-Pandemie im Aus- und Weiterbildungszentrum Bau (AWZ Bau) statt. Aus dem Kammerbezirk Südwestfalen hatten sich die beiden Straßenbauer-Gesellen, Lucas Harnacke (Geuecke Straßen-, Tief- und Landschaftsbau GmbH, Schmallenberg) und Marius Fischer (Gustav Koch Straßen- und Tiefbau GmbH & Co. KG, Wenden) aufgrund ihrer Gesellenprüfungsnoten für den Wettbewerb qualifiziert. Über sechs Stunden zeigten sie ihr handwerkliches Können.
Am Ende konnte Marius Fischer den Sieg für sich verbuchen und sich damit den Titel des Kammersiegers sichern. Er qualifizierte sich damit direkt für den Landeswettbewerb in Aachen.
Die Veranstaltung bot den Teilnehmenden nicht nur die Möglichkeit, ihre praktischen Fähigkeiten unter Beweis zu stellen, sondern auch wertvolle Erfahrungen für den folgenden Wettbewerb auf Landesebene zu sammeln. Präzision, technisches Verständnis und handwerkliches Geschick standen im Mittelpunkt.
„Wir freuen uns sehr, dass der Wettbewerb wieder stattfinden kann“, betonen Heiko Schmid, technischer Geschäftsführer der AWZ Bau gGmbH und Eckhard Vetter, Obermeister der Straßenbauer-Innung Südwestfalen. „Es ist eine großartige Gelegenheit, den Nachwuchs zu fördern, Talente sichtbar zu machen und die Attraktivität des Handwerks weiter zu stärken. Wir hoffen, dass dieser Wettbewerb auch erneut das Interesse anderer Berufsgruppen weckt, um junge Gesellinnen und Gesellen ebenfalls auf dieser Ebene zu fördern und ihr handwerkliches Geschick wertzuschätzen.“
Organisiert wurde der Wettbewerb durch das AWZ Bau in Zusammenarbeit mit der Straßenbauer-Innung Südwestfalen. Die Bewertung übernahm ein unabhängiger Prüfungsausschuss, bestehend aus erfahrenen Prüfern der Gesellenprüfung sowie Obermeister Eckhard Vetter, um eine faire und transparente Beurteilung zu gewährleisten.
Neben der praktischen Arbeit standen auch der Austausch und die Vernetzung im Vordergrund. Mit der Wiederaufnahme des Kammerwettbewerbs im Straßenbau setzte die Straßenbauer-Innung Südwestfalen ein starkes Zeichen für die Förderung des handwerklichen Nachwuchses und legte damit den Grundstein für folgende Wettbewerbe.

Die überbetrieblichen Ausbildungslehrgänge des AWZ Bau werden mit finanzieller Unterstützung durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie – aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages -, das Land Nordrhein-Westfalen und die Europäische Union durchgeführt.

Kreuztal, 22.09.2025

 

Bilder: Hammer Design

Text: AWZ Bau

 

Bauhandwerk mit Zukunft: Aus- und Weiterbildungszentrum Bau begrüßt 138 neue Auszubildende

Die neuen Auszubildenden im Bauhandwerk. Sie starteten kürzlich ihre überbetriebliche Ausbildung im AWZ Bau in Kreuztal-Fellinghausen.

Kreuztal – Zum Start der überbetrieblichen Ausbildung im Bauhandwerk hat das Aus- und Weiterbildungszentrum Bau (AWZ Bau) 138 neue Auszubildende willkommen geheißen. Insgesamt haben in diesem Jahr 24 Beton- und Stahlbetonbauer, 18 Zimmerer – darunter 4 Zimmererinnen, 39 Straßenbauer – darunter 2 Straßenbauerinnen, 7 Maurer – darunter 2 Maurerinnen sowie 8 Fliesen-, Platten- und Mosaikleger – darunter 1 Fliesen-, Platten- und Mosaiklegerin ihre Ausbildung begonnen. Bereits im Juni begannen 8 duale Studentinnen und 16 duale Studenten ihren achtwöchigen Grundlehrgang im Rahmen des dualen Studiengangs Bauingenieurwesen. Dabei absolvieren 8 junge Menschen eine gewerbliche Ausbildung, 16 eine Ausbildung als Bauzeichner*in. Zusätzlich werden 18 Straßenwärter – darunter 1 Straßenwärterin – vom Landesbetrieb Straßenbau NRW und der Autobahn GmbH überbetrieblich in Kreuztal ausgebildet.

Gemeinsam mit ihren Erziehungsberechtigten und den Unternehmensvertretern hatten die Auszubildenden kürzlich die Möglichkeit, das Zentrum und ihre Ausbilder vor dem offiziellen Start in die überbetriebliche Ausbildung kennenzulernen. Auch in diesem Jahr nehmen wieder internationale Auszubildende teil, die gezielt nach Deutschland gekommen sind, um hier eine Berufsausbildung zu absolvieren.

Willkommensgrüße der Geschäftsführung
Heiko Schmid, technischer Geschäftsführer, hieß die jungen Handwerker willkommen und betonte die Besonderheit des Handwerks: „Jeder Tag ist anders und nach getaner Arbeit sieht man unmittelbar, was man erschaffen hat. Die Vielfältigkeit und die Kreativität machen diesen Beruf so wertvoll.“ Die kaufmännische Geschäftsführerin Judith Hamers hob hervor, dass Teamarbeit in der Ausbildung und im Handwerk entscheidend sei – nur gemeinsam könne Großes entstehen.

Entwicklung der Ausbildungszahlen
Während die Zahl der Straßenbauer-Auszubildenden mit 39 weiterhin hoch bleibt und damit den anhaltenden Bedarf in diesem Bereich widerspiegelt, zeichnet sich im Maurerhandwerk ein zunehmender Rückgang ab. Die Ausbildungszahlen im Beton- und Stahlbetonbauerhandwerk sowie im Zimmererhandwerk sind weiterhin stabil. Erfreulich ist die Entwicklung bei den Fliesen-, Platten- und Mosaiklegern: Während im vergangenen Jahr nur 1 Auszubildender diese Berufsgruppe wählte, sind es in diesem Jahr bereits 8.

Die überbetrieblichen Ausbildungslehrgänge des AWZ Bau werden mit finanzieller Unterstützung durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie – aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages -, das Land Nordrhein-Westfalen und die Europäische Union durchgeführt.

 

Bild und Text: AWZ Bau

 

Sozialpädagogische Begleitung der Auszubildenden während der überbetrieblichen Ausbildung

Mit Blick auf die Zukunftsfähigkeit der beruflichen Bildung wird die überbetriebliche Ausbildung aus unserer Sicht zukünftig eine Schlüsselrolle einnehmen. Sie erfüllt eine Doppelfunktion, indem sie nicht (mehr) nur praktische Fähigkeiten vermittelt und zur Fachkräftesicherung beiträgt, sondern mittlerweile auch zur Persönlichkeitsentwicklung beiträgt.

Die Generation Z prägt die Arbeitswelt mit ihren Erwartungen und Ansprüchen an Flexibilität, Sinnhaftigkeit der Arbeit und Technologieaffinität. Gleichzeitig besteht oftmals mangelndes Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten und Defizite im sozialen Miteinander. Ein Spagat der auch uns, im AWZ Bau, beschäftigt und uns bewogen hat, ein begleitendes Angebot für die Auszubildenden zu schaffen.

Sich, in diesem Zusammenhang, mit der Generation Z tiefgreifender zu beschäftigen ist somit unabdingbar. Diese kennt einerseits ihre Möglichkeiten, ihren Wert und fordert selbstbewusst die für sie passenden Rahmenbedingungen ein. Auf der anderen Seite sind die jungen Menschen im Vergleich zu Vorgängergenerationen schneller verunsichert, weniger entscheidungsfreudig und auch unverbindlicher. Letzteres heißt, sich möglichst viele Optionen offen zu halten, wonach auch getroffene Entscheidungen wieder revidiert werden können, wenn sich „etwas Besseres bietet“. Dies gilt auch für die Wahl einer beruflichen Ausbildung, was aktuelle Studien zu vorzeitigen Vertragslösungen belegen, innerhalb derer die Auszubildenden mit Problemen und Konflikten in Betrieb und/oder Berufsschulen den größten Risikofaktor ausmachen.

Wir beobachten im täglichen Miteinander ein mangelndes Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten und Fertigkeiten sowie einen unangepassten Umgang mit Rückschlägen und/oder privaten Problemen und Konflikten, was mit negativen Effekten auf die Ausbildungsmotivation und den Ausbildungserfolg einhergeht. Zudem berichten viele Jugendliche, nur noch selten verbindliche, vertrauensvolle Beziehung im privaten Kontext zu haben.

Auf Grund dessen haben wir zu Beginn des Jahres ein Zusatzangebot in Form der sozial-pädagogischen Begleitung für die Auszubildenden ins Leben gerufen und schnell wurde deutlich, dass wir hier einen Nerv getroffen haben. Der Bedarf sich auszutauschen, wahrgenommen zu werden, mit jemanden face-to-face sprechen zu können, ist bei den Jugendlichen enorm.

Gruppenbild Abschlussfeier 2025

Nachwuchs im Handwerk: 111 neue Fachkräfte im Bauhandwerk feiern ihren Abschluss

  • Gruppenbild Abschlussfeier 2025
    Gruppenbild Abschlussfeier 2025

 

Siegen-Wittgenstein/Olpe. Die festlich geschmückte Weißtalhalle in Kaan-Marienborn bot auch in diesem Jahr den würdigen Rahmen für die Abschlussfeier des Aus- und Weiterbildungszentrums Bau (AWZ Bau). Insgesamt 91 junge Fachkräfte sowie 20 neue Meisterinnen und Meister feierten dort ihren erfolgreichen Abschluss und setzten damit ein starkes Zeichen für die Zukunft des regionalen Bauhandwerks.

Bereits zum Auftakt sorgte der Werbespot "Das Lied vom Handwerk" für nachdenkliche Momente. Die Botschaft: Ohne Handwerk steht unsere Gesellschaft still. Moderatorin Gaby Rosenkranz und Heiko Schmid, technischer Geschäftsführer des AWZ Bau griffen dieses zentrale Thema in ihrer Begrüßung auf und leiteten damit in einen Abend voller Wertschätzung und Anerkennung über.

Bewegende Fotoshow der praktischen Prüfungen

Ein erstes Highlight war die bewegende Fotoshow, die Momentaufnahmen aus den Prüfungssituationen der Absolventen/Absolventinnen zeigte. Die Kombination aus Fotos und persönlichen Zitaten sorgte für großen Applaus.

Grußworte

Stellvertretend für die Bauinnung und Zimmerer-Innung Westfalen-Süd, der Handwerkskammer Südwestfalen, der Industrie- und Handelskammer Siegen, der Zimmerer-Innung Hagen sowie der Straßenbauer-Innung Südwestfalen begrüßte Zimmerer-Obermeister Matthias Dickel alle Gäste des Abends. Ihm folgte Nicole Reschke, Bürgermeisterin der Stadt Freudenberg, die als Vertreterin der Region ihre Wertschätzung ausdrückte. Sie würdigte das Engagement der Prüflinge und hob die Bedeutung für die Fachkräfte der lokalen Wirtschaft hervor.

Gemeinsame Azubi-Aktion auf der Bühne

Unter dem Motto "Ein gutes Fundament" leitete AWZ Bau-Ausbilder Robert Kaiser eine interaktive Azubi-Aktion. Die Auszubildenden des 1. Ausbildungsjahres demonstrierten auf anschauliche Art und Weise, dass das Fundament am Bau genauso wie im Berufsleben eine stabile Basis und somit der Schlüssel zum Erfolg ist.

Starke Worte für ein starkes Handwerk

Die Festrede hielt Dr. Bernhard Baumann, Hauptgeschäftsführer der BAUVERBÄNDE.NRW und ehemaliger Bürgermeister von Neunkirchen. Für ihn war der Abend eine Heimkehr – und ein Beweis dafür, wie tief das Handwerk in der Region verwurzelt ist. „Hinter jedem Bauprojekt stehen Menschen wie Sie, die tagtäglich unsere Städte und Gemeinden gestalten“, sagte Baumann. Ein besonderer Dank gelte auch den Familien, die als Fundament junger Menschen deren Entwicklung maßgeblich mittragen.

Abschließend rundete Judith Hamers, kaufmännische Geschäftsführerin des AWZ Bau das Programm mit einem Impuls zum Thema „Dein Fundament“ ab und interviewte dabei einige Gäste aus dem Publikum.

Höhepunkt des Abends

Insgesamt 91 junge Facharbeiter und Gesellen konnten an diesem Abend stolz ihre Facharbeiter- und Gesellenbriefe entgegennehmen. Unter Ihnen befanden sich auch 13 dual Studierende, die somit nicht nur eine fundierte handwerkliche Ausbildung, sondern parallel auch ein Studium an der Universität Siegen absolvieren. Ebenfalls erhielten 20 Meisterinnen und Meister des Straßenbauhandwerks ihre Prüfungszeugnisse, durch die Mitglieder der Prüfungsausschüsse überreicht.

Auszeichnung für besondere Leistungen

Besonders herausragende Leistungen wurden ebenfalls gewürdigt: Neun junge Fachkräfte erhielten die Auszeichnung „Prüfungsbeste/r“. Voraussetzung dafür ist mindestens die Note „sehr gut“ in einem Prüfungsteil und „gut“ in dem weiteren. Die diesjährigen Prüfungsbesten sind:

Maurice Sapp, Lennestadt (Maurer)

Ausbildungsbetrieb: Projektbau Hanses und Schade GmbH, Lennestadt

 

Lena Kringe, Siegen (Beton- und Stahlbetonbauerin)

Ausbildungsbetrieb: OTTO QUAST GmbH & Co. KG Bauunternehmung, Siegen

 

Marc Schmidt, Netphen (Beton- und Stahlbetonbauer)

Ausbildungsbetrieb: Runkel Fertigteilbau GmbH, Wilnsdorf

 

Felix Berger, Meinerzhagen (Zimmerer)

Ausbildungsbetrieb: Reiner Luke Zimmerei, Attendorn

 

Chris Kühnberger, Finnentrop (Zimmerer)

Ausbildungsbetrieb: Eckhard Ross Zimmerei, Neuenrade

 

Paulina Saelzer, Witten (Zimmerin)

Ausbildungsbetrieb: August Plohmann GmbH & Co. KG, Hagen

 

Frederik Epe, Olpe (Straßenbauer)

Ausbildungsbetrieb: Gebr. Schmidt AG Bauunternehmen, Kirchen

 

Nils Benedikt Hayn, Netphen (Straßenbauer)

Ausbildungsbetrieb: OTTO QUAST GmbH & Co. KG Bauunternehmung, Siegen

 

Marlon Wickel, Dreisbach (Straßenbauer)

Ausbildungsbetrieb: G. Koch GmbH & Co. KG, Westerburg

 

Ein Abend, der Mut macht

Die Freisprechungsfeier in der Weißtalhalle war mehr als nur ein offizieller Abschluss: Sie war eine Hommage an das Handwerk und die Menschen, die es mit Leben füllen. Mit Stolz, Emotionen und viel Applaus ging ein Abend zu Ende, der eines deutlich machte: Die Zukunft des Bauhandwerks ist in guten Händen.

Die überbetrieblichen Ausbildungslehrgänge des AWZ Bau werden mit finanzieller Unterstützung durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie – aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages -, das Land Nordrhein-Westfalen und die Europäische Union durchgeführt.

 

Text und Bilder: Hammer Design

Besuch der Firmen Vögele und Hamm AG

 

Spannende Einblicke in den Asphaltbau für unsere Straßenbauer-Azubis und dual Studierenden!

Anfang der Woche durften unsere Straßenbau-Azubis und duale Studenten bei drei intensiven Einbautagen mit den Firmen Vögele und Hamm AG ihr Wissen rund um den Asphalteinbau vertiefen.

Auf dem Programm standen umfassende Theorie-Einheiten zu:

  • Asphalteinbau mit dem Straßenfertiger
  • Walzenarten und Walzentechniken
  • Verdichtungsarten

Das Highlight war jedoch der praxisnahe Einsatz vor Ort! Alle konnten nicht nur selbst einen Straßenfertiger fahren und die Einbaubohle bedienen, sondern auch das anschließende Verdichten mit einer Glattmantelwalze hautnah miterleben und eigenständig durchführen.

Ein riesiges Dankeschön geht an die Firmen Vögele und Hamm für diese wertvolle Erfahrung! Solche Gelegenheiten sind entscheidend, um unsere Azubis und dualen Studenten optimal auf ihre zukünftigen Aufgaben vorzubereiten.

Text & Bilder: AWZ Bau

Neue Zusammenarbeit im Forschungsprojekt FUSION: AWZ Bau und Lehrstuhl CPS der Universität Siegen

Generiert mit KI

Wir freuen uns, eine spannende Partnerschaft mit der Universität Siegen im Rahmen des Forschungsprojekts FUSION bekannt zu geben! Gemeinsam mit dem Lehrstuhl für Cyber-Physical Systems (CPS) der Universität Siegen werden wir ab sofort an der Entwicklung und Evaluation eines innovativen Prototyps zur Unterstützung der Sicherheitseinweisung an Maschinen, speziell der Baustellenkreissäge, mit erweiterten und virtuellen Realitäten (XR) arbeiten.

Maschinen stellen ein großes Sicherheitsrisiko für die Auszubildenden dar, die bei uns ausgebildet werden. Daher ist eine gründliche Sicherheitseinweisung von höchster Bedeutung. Das AWZ Bau bringt sein umfassendes Wissen in diesem Bereich ein, während die Auszubildenden die entwickelten Prototypen später testen. CPS sammelt die Anforderungen vom AWZ Bau und entwickelt gemäß dem Human-Centered Design Prototypen, die direkt vor Ort getestet werden können.

Durch diese Partnerschaft können unsere Azubis im AWZ Bau die neuen XR-Technologien ausprobieren und das AWZ Bau zusammen mit der CPS die Auswirkungen auf die Sicherheitseinweisung testen und untersuchen. Wir sind gespannt auf die Ergebnisse dieser Kooperation und freuen uns auf die Fortschritte!

 

Text: Universität Siegen & AWZ Bau